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Beim traditionellen Auftaktrennen der Bundesligasaison in Gladbeck konnten die Berliner Damen vom TuS Neukölln mit guten Leistungen überzeugen. In der mittlerweile 5 jährigen Zugehörigkeit zur 1.Bundesliga war die Endzeit von 1:11:38 Std. die schnellste, die ein Team aus Berlin jemals erreichen konnte. In der Endabrechnung reichte es damit zum 8. Platz.

Die Woche vor dem Rennen war wieder hektisch und organisatorisch schwierig. Es waren viele kurzfristige krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren. Noch 3 Tage vor dem Rennen ahnte Claudia Kratzenstein nichts von ihrem Debut in der 1.Bundesliga. Das verlief dann allerdings außerordentlich eindrucksvoll!

Wie immer zum Saisonauftakt waren zahlreiche Weltklasseathleten am Start, die das Rennen zur ersten Standortbestimmung nutzten. Bei den Damen war Lisa Norden das Maß aller Dinge, aber auch Rebecca Robisch und Anne Haug drückten dem Rennen ihren Stempel auf.

Beim Grand Prix (0,25-5-2,5) am Vormittag ging es wie immer hektisch und voll Anschlag zur Sache. Es handelt sich um ein Einzelrennen über sehr kurze Distanzen. Gestartet wird in zwei Wellen und die Einzelzeiten werden zu einem Teamergebnis aufsummiert. Die Rückstände bilden den Startabstand für den Teamsprint am Nachmittag (Jagdstart). Sabine Pöller war nach einem Jahr krankeitsbedingten Ausfall hoch motiviert und meldete sich eindrucksvoll in der Elite zurück. Sie konnte sich in der ersten Welle gut behaupten und kam wie gewohnt vorne mit aus dem Wasser.

Allerdings war ihre Radgruppe deutlich langsamer als die in der 2. Welle, sonst wäre sicher mehr als Platz 20 drin gewesen. Über ihre Laufbestzeit (8:55 min.) hat sich aber das ganze Team sehr gefreut. Anita Marquart hatte Pech und verpasste um Haaresbreite die Radgruppe der ersten Welle und musste sich schließlich allein durchkämpfen. Sie zog aber bis zur Ziellinie durch, wohl wissend, dass jede Sekunde für das ganze Team zählte. In der zweiten Welle, die 5 Minuten später gestartet wurde, überraschte Claudia Kratzenstein bei ihrem ersten Einsatz mit starker Schwimmleistung. Sie konnte gut Anschluss halten und ließ sich beim Wechsel und auf dem Rad nicht abschütteln. Mit ihrer Laufleistung war sie nicht ganz zufrieden, aber schließlich hatte sie auch vorher einige Körner investiert und kam auf einem sehr bemerkenswerten 28. Platz ins Ziel!!!

Katrin Burow hatte erwartungsgemäß einen schweren Stand und ihre Paradedisziplin (Rad) war einfach zu kurz, um hier noch beim Schwimmen verlorenen Boden gut zu machen. Allerdings glänzte sie mit einer phantastischen Laufleistung und verbesserte ihre Bestzeit um über eine Minute!!!
Im Ergebnis der Grand-Prix-Wertung ergab sich Platz 8 mit einem Rückstand von 5:16 min. zur Spitze. Zu Platz 7 waren es 2:27 min. und zu Platz 9 betrug der Vorsprung 3:34 min.

Weniger als 2 Stunden blieben nun zur Regeneration für den Teamsprint (0,55-20-5) am Nachmittag. Hier absolvieren alle Athletinnen die gesamte Distanz im Team. 3 von 4 Athletinnen müssen das Ziel erreichen. Die Taktik war klar: Zusammen bleiben bis zum Lauf. Sabine macht die Lokomotive beim Schwimmen. Katrin und Anita machen die Führungsarbeit auf dem Rad. 

Obwohl schon relativ früh klar war, dass sich im Klassement nichts mehr ändern würde legten Claudia, Sabine und Katrin noch mal einen beherzten Lauf hin absolvierten die 5 km in 18:50! Nochmal Bestzeit! Klasse!!!

Gesamtergebnis | Grand Prix

Joachim Herrgesell